Der gespenstische Leichenzug.
Besucher heute:4
Besucher gesamt:118230
eisschollen5.jpg
jagdschloss_express.jpg
wald_annemonen.jpg

Der gespenstische Leichenzug.

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

Vor ungefähr 50 Jahren wurde die Hebamme H. zu Wiek auf Wittow eines abends nach Dranske gerufen. Um den weiten Weg nicht allein gehen zu müssen, nahm sie ihren älteren, damals etwa 10-jährigen Sohn mit Namen Theodor als Begleiter mit. Als beide die sogenannte Weidenmühle, ein ausgebranntes Mühlengehöft von Wiek auf dem Wege nach Starrvitz zu, erreichten, drängte sich der Junge plötzlich an die Mutter heran, fasste diese an die Hand und suchte sie auf die andere Seite des Weges zu ziehen. Die Mutter aber sagte: "Ih, Jung, ik gah hier jo ganz god!" während sie dies sagte, stolpert sie aber auch schon und fiel der Länge nach hin. Nach einer Viertelstunde sagte der Junge: "Mudder, ik wull di bi Siet tehn; du sußt nich midden dörch den Liekentog gahn. Üwer du gingst grad dordörch un büst äwer den Sarg stolpert un henfollen." Die Mutter:"Weken Liekentrog meeenst du ?" Der Junge: "Hest du niks sehn? Ick heww 'n Liekentog mit 'n Sarg un Pastor un väle, väle Jolgers dorachter sehn; de ging bi de Weidenmähl quer äwer de Strat weg." Die Mutter hatte nichts von dem Leichenzug gesehen.