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Jagdschloss Das Bauwerk

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Das Jagdschloss, errichtet im norditalienischen Stil der Ranaissancekastelle steht auf der höchsten Erhebung Ostrügens, dem 107 m hohen Tempelberg. Das Schloss ließ Fürst Malte zwischen 1836 und 1846 errichten. Zunächst übernahm der Architekt Stüter das Schlossprojekt, später engagierte Fürst Malte den Architekten Schinkel der neue Baupläne ausarbeitete. Das Schloss besteht heute aus vier kleinen Ecktürmen, und einem 38 m hohen Mittelturm, der erst später im Hof eingefügt wurde. Das Erklimmen der gusseisernen Wendeltreppe des Mittelturms führt die Gäste zur Aussichtsplattform. Von dort aus schaut man auf das Panorama der Insel. Bei gutem Wetter hat man Sicht bis nach Stralsund. Die Freitreppe ist mit zwei Wolfshunden verziert und führt zum imposanten Marmorsaal. In diesem befinden sich vier große Gemälde von Eibel und Kolberg, welche die Geschichte Rügens schildern.


Das Jagdschloss ist ein zweigeschossiger verputzter Backsteinbau über annähernd quadratischem Grundriss. Über dem aus der Erde hervorragenden Findlingsfundament liegt der von Kellerfenstern durchbrochene, glatte Sockel mit einfachem Abschlussprofil. die aufgehenden Wände mit Putzquaderung sind in Höhe der Sohlbänke der Obergeschossfenster von einem Kaffgesims umzogen. Die Traufe ist kaum betont, beträchtlich tiefer liegt ein Fries aus dicht gereihten flachen Konsolen; die Türme sind von kräftigen vorgekragten Zinnenkränzen bekrönt. Alle Fenster und das Portal sind rundbogig, mit profiliertem Gewände; in den Fensterbögen feinteiliges neugotisches Maßwerk; die Fenster des Mittelturmes und der obersten Eckturmgschosse sind schlichter; vor dem Portal eine Freitreppe. Flaches Pappdach. Die Räume im Erdgeschoss haben zum Teil gekachelte Wände und ornamentierte Stuckdecken, in einem Raum ein Kachelofen mit Jagdszenenrelief. Den östlichen Teil des Obergeschosses nimmt der sogenannte "Marmorsaal" ein, dessen Wände bis zu zwei Drittel der Gesamthöhe mit Edelholz und Marmor verkleidet sind. Die Saaldecke trägt Stuckkassetten, an der Westwand steht ein dreistöckiger Marmorkamin. Im Turminnern führt eine kreuzförmig angelegte Treppe mit Mittelpodest vom Umgang des Erdgeschosses. Darüber ist der Turm hohl, und an seiner Innenwand läuft in vier Windungen eine Wendeltreppe mit durchbrochenen gusseisernen Stufen bis zur Plattform. Die innere Einrichtung der Räume, die aus neuerer Zeit stammte, ist nicht mehr vorhanden.