Im Jahre 1110
Die Ranen vor Lübeck geschlagen.
Es war um das Jahr 1100, als eine rügensche Flotte plötzlich vor der Stadt Lübeck erschien. Diese Stadt gehörte damals zum Reiche des christlichen Slavenfürsten Heinrich. Dessen Herrschaft sich von Holstein bis tief nach Mecklenburg hinein erstreckte. Die Ranen wollten in einem pötzlichen Überfall die Stadt nehmen und ausplündern. Aber der Fürst Heinrich, der sich gerade in der Stadt befand, stellte sich entschlossen der Gefahr. In der Nacht entwich er mit zwei Mann nach Holstein, raffte hier in der Eile die waffenfähige Mannschaft zu sammen und kam vor der belagerten Stadt wieder an. Hier versteckte er sein Heer in den Wäldern. Auf heimlichen Wegen führte er seine berittene Mannschaft nach der Mündung der Trave und schlug von hier aus den Weg nach der Stadt ein, den die Reiterei der Ranen, die gerade auf Raub ausgezogen war, zurückkommen musste. Als nun die Ranen den Reiterzug von der See herauf ankommen sahen, glaubten sie, es seien ihre Landsleute und verließen unter Jubelgeschrei die Schiffe, um ihnen entgegenzugehen. Da erhoben die Holsteiner ihren Schlachtruf, stürzten sich auf die Ranen und hieben nieder, was sich nicht in schleuniger Flucht auf die Schiffe retten konnte. Nur wenige entrannen dem Schwerte der Sieger, viele ertranken, und gering war die Zahl derer die die Heimatküste von Rügen erreichten.
Es war um das Jahr 1100, als eine rügensche Flotte plötzlich vor der Stadt Lübeck erschien. Diese Stadt gehörte damals zum Reiche des christlichen Slavenfürsten Heinrich. Dessen Herrschaft sich von Holstein bis tief nach Mecklenburg hinein erstreckte. Die Ranen wollten in einem pötzlichen Überfall die Stadt nehmen und ausplündern. Aber der Fürst Heinrich, der sich gerade in der Stadt befand, stellte sich entschlossen der Gefahr. In der Nacht entwich er mit zwei Mann nach Holstein, raffte hier in der Eile die waffenfähige Mannschaft zu sammen und kam vor der belagerten Stadt wieder an. Hier versteckte er sein Heer in den Wäldern. Auf heimlichen Wegen führte er seine berittene Mannschaft nach der Mündung der Trave und schlug von hier aus den Weg nach der Stadt ein, den die Reiterei der Ranen, die gerade auf Raub ausgezogen war, zurückkommen musste. Als nun die Ranen den Reiterzug von der See herauf ankommen sahen, glaubten sie, es seien ihre Landsleute und verließen unter Jubelgeschrei die Schiffe, um ihnen entgegenzugehen. Da erhoben die Holsteiner ihren Schlachtruf, stürzten sich auf die Ranen und hieben nieder, was sich nicht in schleuniger Flucht auf die Schiffe retten konnte. Nur wenige entrannen dem Schwerte der Sieger, viele ertranken, und gering war die Zahl derer die die Heimatküste von Rügen erreichten.





