Die Teufelsschlucht
Gegenüber dem Königstuhl und jenseits der Schlucht mit den beiden Pfeilern erhebt sich der eigentliche Fels von Groß-Stubbenkammer, der im Volksmunde auch "de Grote Stowe" genannt wird. Es ist ein gewölbter Höhenrücken, der nach der Seeseite zu halbmondförmig gestaltet ist. An seiner Südseite springt eine einzelne schmale Kreidewand, der sogenannte Feuerregenfelsen, vor, und an der Nordwestseite biegt er scharf im rechten Winkel landeinwärts um und bildet hier an seiner Westseite eine geräumige, zum Teil wildromantische Schlucht, die die Teufelsschlucht oder der Teufelsgrund genannt wird. Die auch hier noch immer sehr steilen Abhänge sind bis unten hin völlig mit Wald bedeckt, und daher ist der Eindruck, den Groß-Stubbenkammer, zumal von der Seeseite her, macht, viel weniger großartig als der Eindruck, den die weißschimmernden, zerklüfteten Wände von Klein-Stubbenkammer und von anderen Uferpartien machen.
Die weite, am oberen Rande halbkreisförmige Schlucht, nordwestlich von Groß-Stubbenkammer gelegen, bildet ein Gegenstück zu der Schlucht zwischen Klein-Stubbenkammer und dem Königstuhl. Sie hat teilweise steile Abhänge und macht, da sie dicht mit Buchen bestanden ist, einen etwas düsteren und finsteren Eindruck. Daher hat sie wohl den Namen Teufelsgrund oder Teufelsschlucht erhalten.





