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Kleine Stubbenkammer

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Die Felspartie von Klein-Stubbenkammer, im Volksmunde auch "de lütte Stowe" genannt, liegt nach Süden. Sie erhebt sich mit reich zerklüfteten, fast senkrecht aufsteigenden Wänden. Doch ist der Fuß des Felsens bis etwa zur halben Höhe mit Buchengrün bedeckt. An der Südseite des Felsens erblickt man mehrere in drei Gruppen nebeneinander stehende Kreidepyramiden von unregelmäßiger Gestalt und von groteskem Aussehen. "Sturzdrohend und grausenerregend stehen sie da, wie Trümmer einer anderen Welt", "Sie scheinen gigantische Späne einer von Stürmen und Sturzwässern zersägten Kreidemasse, die jetzt größtenteils in Schutt zerbröckelt den Sockel der Klippengruppe bildet. Die Masse, aus welcher sie besteht, ist eine unreine, mit Lehm und Sand vermischte, mitunter in Grau und Violett spielende Kreide" (Fr. v. Schönholz: Rügen und Stralsund 1846, S.173).

Die Kreidegebilde von Klein-Stubbenkammer sind ebenso wie die beiden Pfeiler neben dem Königstuhl und die Wissower Klinken durch Verwitterung entstanden.Die obere Platte von Klein-Stubbenkammer springt in Gestalt eines Rechteckes mit schiefen Winkeln vor und bietet von den beiden Ecken aus hervorragend schöne Aussichtspunkte. Diese Punkte heißen "Wilhelmssicht" und "Viktoriasicht", so benannt zum Andenken an die Anwesenheit des damaligen Königs Wilhelm I. und der Kronprinzessin Viktoria von Preußen am 10. Juni 1865. Die beiden Punkte sind durch je eine Gruppe von Findlingen mit entsprechenden Inschriften gekennzeichnet.In den Jahren 1820 - 1825 befand sich auf Klein-Stubbenkammer ein Adlerhorst.