Halbinsel Wittow
Halbinsel Wittow
Ein Blick vom Bakenberg auf Wittow läßt leicht die Höhenunterschiede erkennen, die zwischen dem Steilufer Kap Arkonas und dem südlichen Teil Rügens nach Stralsund bestehen. Von See her gesehen erheben sich die Kreidefelsen Wittows bis zu 45 Meter. Jahrmillionen währte der Prozeß der Kreideaufschichtungen, die durch eiszeitliche Verschiebungen aus dem Meer auftauchten. Unzählige kalkhaltige Meerestierchen, Muscheln und Seeigel lieferten den Baustoff dieser landschaftlich reizvollen Insel.
Wind und hohe See zerreißen besonders am Kap die Küste und lösen Jahr für Jahr große Brocken ab. Auch der sagenumwobene Burgwall der wendischen Einwanderer, der Ranen, wird davon betroffen. Hier wie in anderen Teilen der Insel dienten solche Wälle dem Schutz und der Verteidigung gegen feindliche Überfälle. Die Burg bei Arkona barg jedoch das Heiligste, die wendische Gottheit Swantewit.
Die Jaromarsburg, die bis zu ihrer Eroberung am 15. Juni 1168 als uneinnehmbar galt, wurde von den Dänen bis auf den Wall zerstört und damit die Alleinherrschaft der wendischen Fürsten beseitigt.





